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rescheneder

(Newbie)

geändert von: Peter Schnittger - 28.12.05, 19:52:37

Rescheneder - Wien, am 27.12.2005

Das Problem mit unserer Ernährung heute !
Auf viele Annehmlichkeiten kann der Mensch verzichten, nicht aber auf das essen. Egal ob es zu einem Genuss gemacht wird oder ob es nur dazu dient um uns am Leben zu erhalten. Dazu gibt es täglich viele Beiträge in den Medien, angefangen von Ratschlägen zur Diät und gesunden Leben, die gleichzeitig angeboten werden. Drei Schlagworte sind es die immer wieder auftauchen in einer unterschiedlichen Priorität immer wieder auftauchen. Es sind dies:

Gesundheit – soll mit Diät der verschiedensten Art erreicht werden und wird auch kurz „Wellness“ bezeichnet in das auch körperliche Betätigungen einbezogen werden.

Geschmack - Das Essen soll gut schmecken und man schreckt nicht zurück dies mit entsprechenden Zusatzstoffen zu erreichen. Dies geschieht oft mit Mitteln die dem Punkt Gesundheit widersprechen.

Preis - Natürlich soll alles preisgünstig angeboten werden. Damit wird die Nahrungsmittelindustrie mehr denn je heute gefordert ihre Produkte so rationell als möglich zu produzieren. Zur Erreichung dieses Zieles werden ebenfalls Zusatzstoffe, zum Teil chemischen Ursprungs eingesetzt, die der Gesundheit widersprechen.

Im Mittelpunkt dieses Dreiecks steht der Verbraucher der derzeit wenig Einfluss auf die Entwicklung nimmt obwohl er stark genug wäre die Entwicklung zu beeinflussen. Der Grund liegt darin, dass der Kund die Problematik nicht kennt, denn er wird zu Teil durch falsche Werbung stark beeinflusst. Der Kunde reagiert unter normalen Bedingungen in erster Linie auf den Preis und wählt billigere Produkte aus. Diese Regel wird in der Praxis durchbrochen, wenn es der Werbung gelingt den Kunden Gesundheit entsprechend „marktschreierisch“ anzubieten. Mit einem juristischen Fachausdruck heißt diese Tatsache auch „Kundentäuschung“, da in vielen Fällen das angebotene Produkt die Vorteile nur sehr allgemein formuliert werden. Nachfragen über Beweise von solchen Angeboten führen im allgemeinen zu keinen Ergebnissen und werden entweder mit „Gefälligkeitsgutachten“ (meist schwer verständlich) oder mit den Worten: „Sie brauchen das Produkt ja nicht zu kaufen“ beantwortet.

Der Konflikt ist vorprogrammiert. Leider gibt es noch viel zu wenig Kunden die eine klare Antwort bei der Nahrungsmittelindustrie einfordern. Das liegt daran, dass die Kunden zu wenig über die Praktiken der Nahrungsmittelindustrie aufgeklärt sind. Der Trend muss daher ein Aufklärung von unabhängigen Stellen weiter massiv verfolgt werden.

Die derzeitige Gesetzeslage, zum Beispiel über Zusatzstoffe und deren Kennzeichnung auf den Produkten ist derzeit nicht ausreichend zum Schutz des Kunden ausgelegt.
Zu viele Ausnahmen und Unklarheiten in den Gesetzen werden von der Industrie heute so ausgenützt, dass sie eher zur Verwirrung und nicht zur Aufklärung und Verbesserung der Situation beitragen. Das führt auch dazu, dass unabhängige Konsumentenschutzorganisationen nicht mehr gegen Konzerne auftreten, da Klagen meist zu deren Gunsten entschieden werden.
In der Praxis zeigt sich, dass es schwer ist gegen die Nahrungsmittellobby aufzutreten, wenn eine Unterstützung durch die Medien fehlt.
Die Medien verdienen mit der umfangreichen Werbung die in den Medien zur Gesundheitswerbung eingesetzt werden, und sie haben daher wenig Interesse an objektiver Berichterstattung. Vereinzelt gibt jedoch bereits TV-Sendungen, Artikel, Bücher, Verbraucherinstitutionen usw. die diese Thema objektiv und unabhängig von Werbung den Kunden näher bringen.
Das Ziel muss es sein den Kunden soweit zu informieren, das er mit seinem Wissen falsche Werbung erkennt frei und sich auch bewusst sich für ein Produkt entscheiden kann. Das Ziel des Kunden muss es sein sich in Zukunft für Produkte mit niedrigem Preis - Gesundheit - und für - guten Geschmack entscheiden.
Es ist sicher nicht leicht alle drei Parameter gleichzeitig optimal zu erfüllen, aber die Entscheidung über die Priorität trifft letztlich der aufgeklärte Kunde. Erst durch seine Entscheidung wird die Nahrungsmittelindustrie gezwungen werden die drei Parameter in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen.
Heute ist noch eine deutliche Verzerrung in Richtung gegen Gesundheit zu erkennen auch wenn die Werbung der Industrie gegenteiliges verspricht.
27.12.05, 07:16:57

Tulip

(Newbie)


Zitat:
Die derzeitige Gesetzeslage, zum Beispiel über Zusatzstoffe und deren Kennzeichnung auf den Produkten ist derzeit nicht ausreichend zum Schutz des Kunden ausgelegt.


Diesen Eindruck teile ich auch!
Ich steige bei den ganzen Zertifizierungen nicht mehr durch. Es ist alles andere als vertrauenswürdig.
Am besten verfährt man anscheinden wirklich, wenn man seinen eigenen Anbau hat.


Arbeit hat mit Nichtstun überhaupt nichts zu tun.
18.02.14, 11:32:51

Maurice

(Newbie)

[quote="Tulip"]
Zitat:
Am besten verfährt man anscheinden wirklich, wenn man seinen eigenen Anbau hat.


Ja, das ist sicher die beste Variante. Da gebe ich dir recht, nur leider hat nicht jeder die Kapazitäten, dies zu tun. Und ich rede nicht nur von den Anbauflächen oder dem Lagerraum. Ich rede auch von den zeitlichen Kapazitäten. Ich persönlcihe finde schon kaum Zeit, ständig einkaufen zu gehen...

Gruß Maurice
20.03.14, 09:20:25

Tabera

(Newbie)

Das ist auch ehrlich gesagt ziemlich altmodisch. Wer will denn noch wie im Mittelalter leben und alles selbst anbauen. Dieser Trend zu "ich baue mir meinen Salat selber an" oder "Ich braue mein eignes Bier" geht mir gehörig auf den Zeiger.

Tabera
20.03.14, 14:27:57

Tabera

(Newbie)

Hallo Maurice,

danke für die Tipps. Also online bestellen, das mag ich sehr. Selber herstellen eher nicht - ich weiß, das mit dem Mittelalter, das war nicht klug ausgedrückt.

Ich denke halt, es muss doch möglich sein, dass für alle Menschen produziert wird, und dann nach ökologischen guten Maßstäben. Ohne Massentierhaltung und so weiter. Es wird sooo viel Nahrug produziert, dass niemand auf der Welt Hungern müsste. Ich finde halt, daran müsste man was ändern, und dass jeder anfängt selbt anzubauen oder selbst zu brauen, das ist nicht die Lösung!

Tabera
24.03.14, 15:28:44

Maurice

(Newbie)

geändert von: Maurice - 25.03.14, 16:56:32

Hallo Tabera,

ja das wünsche ich mir auch. Ob das irgendwann einmal so ein wird, sei dahingestellt. Ich beobachte allerdings mit Freuden, dass immer mehr Leute auf den Bio-Trend aufsteigen und Fleisch bewusster konsumieren. Immerhin etwas. Wenn es jetzt immer wieder in diese Richtung geht, würde ich mich freuen. Hoffen tue ich es auf jeden Fall freuen

Und was den Trend Craft-Bier angeht, da beobachte ich eine ähnliche Entwicklung, die mich glücklich stimmt. Immer mehr kleine Bierbrauer, die individuelles Bier herstellen und damit gegen das Industrie-Einerlei ankämpfen. Ich selber bin ein großer Freund des Craft Biers geworden und bestelle meinen Vorrat neuerdings im Internet. Auch eine schöne Entwicklung zu mehr Vielfalt, wie ich finde.

Alles Gute
Maurice
25.03.14, 09:24:51
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